Gütesiegel

‘Überraschungswältreisli’ der Robert Schaub AG und Heinz Günthardt AG

28.09.2020
‘Überraschungswältreisli’ der Robert Schaub AG und Heinz Günthardt AG zur Ehrung und zum Abschied von sieben langjährigen verdienten Mitarbeitenden

Eine Weltreise zu Corona-Zeiten? Ja! Rund 85 Mitarbeitende, PartnerInnen und Gäste haben letzten Freitag eine Weltreise erlebt, ohne eine Landesgrenze überschreiten zu müssen. Das Organisationskomitee bestehend aus Felix Beck, Marc Günthardt, Robert jun. und Martin Schaub und Yvonne Räss, welche die Pläne des OK’s organisatorisch umsetzte, haben das Reiseprogramm strikt geheim gehalten und somit war der Tag für alle Teilnehmenden gespickt mit Überraschungen.

Der ‘Reisebericht’:

Nach einer kurzen Zugfahrt erreichte die Festgesellschaft die Grossstadt Zürich, welche entweder mittels Stadtführung oder in Kleingruppen per Foxtrail erkundet wurde. Petrus war uns wohl gesonnen und verschonte uns den ganzen Vormittag vor Regen, obwohl die Wettervorhersagen anders lauteten.

Pünktlich um 12.45 Uhr hiess es am Bürkliplatz ‘Leinen los’ und die ‘MS Albis’ entführte die Festgesellschaft für eine schöne Fahrt auf den Zürichsee, hoch bis in den Obersee und zurück nach Rapperswil. Ab nun ging es Schlag auf Schlag und die Gäste erwartete eine ganze Reihe von kulinarischen, kulturellen und tierischen Erlebnissen aus aller Welt.

Ein Flying Dinner mit Spezialitäten aus ganz Europa eröffnete das Programm. Musikalisch begleitete uns auf dem Schiff ein wahrer Kosmopolit: Schweiz-Brasilianer Marc Sway und seine Band lieferten uns ein fulminantes Konzerterlebnis der besonderen Klasse und entführten uns mit heissen Rhythmen in ihre Welt. Verdankenswerter Weise ist Marc auch allen Autogramm- und Selfiewünschen nachgekommen.

Mitten auf dem Zürichsee nahm Geschäftsleiter Martin Schaub die Verabschiedung von drei verdienten langjährigen Sägerei-Mitarbeitern vor. Gemeinsam haben diese in den letzten Jahren zehntausende von Kubikmetern Weinländer Rundholz zu Balken, Brettern und Nebenprodukten verarbeitet und mit trocknen und hobeln weiter veredelt.

Mittels einem von der Galerie abgerollten Fotobanner wurde zu jedem Mitarbeitenden Stationen von der Kindheit, der Jugend und zur Arbeit in der Robert Schaub AG aufgezeigt.

Hansruedi Wüthrich, ursprünglich aus dem Emmental in die Region gekommen, wurde als ‘dienstjüngster’ der drei zuerst nach vorne gerufen und für seine Dienste geehrt. Während 15 Jahren hat er mit seiner ruhigen und umsichtigen Art die Sägerei geleitet. Geschäftsleiter Martin Schaub hätte ihn lieber nicht schon frühzeitig in die Pension gelassen.

Mit einer grossformatigen Fotografie von ihm selbst bei der Arbeit und einem Gutschein von Schweiz Tourismus für eine schöne Veloreise dankte ihm Martin Schaub für seinen langjährigen kompetenten Einsatz für die Robert Schaub AG.

Aniello Cavuoti, aus Laurenzana weit unten im Stiefel von Italien stammend und seit den Sommerferien auch wieder dort wohnhaft, ist zusammen mit seiner Gattin Carmela extra für das Abschiedsfest nochmals in die Schweiz angereist. Aniello hat über 41 Jahre in der Robert Schaub AG mitgearbeitet. Seine Tätigkeiten reichten von der Mitarbeit in der Sägerei, über die Wartung der Holzschnitzelheizung bis zur Pflege der betriebseigenen ‘steilhang-mähenden’ Schafe. In seiner pflichtbewussten und zuweilen auch temperamentvollen Art hat er seine Arbeiten bestens erledigt und war sich auch nie zu schade, bei einem Heizungsalarm nachts um zwei Uhr aufzustehend und dafür zu sorgen, dass die Heizung den Kunden stets unterbruchsfrei Wärme lieferte.

Martin Schaub verdankte ihm seine langjährige loyale Mitarbeit mit einer Fotografie von ihm selbst bei der Arbeit und zwei schönen Goldmünzen – die eine aus der Schweiz, die zweite aus Italien stammend.

Walter Schuler aus Volken wurde als Dritter verabschiedet. Walter ist bereits 18-jährig in die Robert Schaub AG eingetreten und hat rund 45 Jahre lang in der Sägerei mitgearbeitet. Walter war in der Robert Schaub AG trotz seiner Behinderungen voll integriert und hat, wie es Martin Schaub ausdrückte, ‘sozusagen zum Inventar gehört’. Walter darf nun seine letzten Arbeitsjahre an einem sicheren Platz in einer spezialisierten Institution verbringen.

Mit grossem Dank für seine ausserordentlich langjährige und loyale Tätigkeit für die Robert Schaub AG übergab ihm Martin Schaub ein schönes Bild von Walter an der Bandsäge und eine Armbanduhr als bleibendes Andenken an seinen Betrieb.

Nach einem zweiten musikalischen Einsatz von Marc Sway und Band traf die Festgesellschaft in Rapperswil ein und es ging zu Fuss weiter zu Knies Kinderzoo. Nach einer Verschnauf­pause mit Aperitif wurden die Teilnehmer ausserhalb der Öffnungszeiten exklusiv in drei Gruppen von kompetenten Tierpflegern unterhaltsam durch den Zoo geführt. Wir alle wissen nun, dass die Rapperswiler Stadtfüchse am liebsten Humboldt-Pinguine verspeisen, Erdmännchen auch wenn sie herzig aussehen Raubtiere sind, gerne Elstern verspeisen und von einer Königin regiert werden und wie sich die lange Zunge einer Giraffe anfühlt.

Das anschliessende Abendprogramm im Zoo-eigenen Thai-Restaurant Himmapan startete mit einer feinen Kokossuppe zur Vorspeise.

Danach wurden die Gäste von Massimo Rocchi überrascht. Auch dieser Künstler passte hervorragend zum Motto des Tages, ist er doch Schweiz-Italienischer Doppelbürger - wie er uns gleich zu Beginn mit seinen beiden Pässen bewies - und hat sich in Italien und Frankreich zum hervorragenden Pantomimen und Schauspieler ausgebildet.

Nach einem grandiosen Thai-Buffet als Hauptgang folgte der zweite Teil der Würdigungen. Martin Schaub wies darauf hin, dass das Restaurant Himmapan den Namen des mystischen Waldes am Rande des Himalajas trage, dem Ort auf der Welt, wo die Herzen den Himmel berühren. Er möchte zusammen mit Marc Günthardt und Robert Schaub in diesem ‘Wald’ nun vier Personen würdigen und verabschieden, welche sich in ausserordentlicher Weise für die Unternehmen Robert Schaub AG und Heinz Günthardt AG verdient gemacht, diese massgeblich entwickelt und geprägt haben.

Er übergab das Wort an Marc Günthardt, welcher seine Mutter Esther zuerst auf die Bühne bat. Esther Günthardt ist in Niederneunforn aufgewachsen und war seit Firmengründung aktiv in der Heinz Günthardt AG tätig, wo sie die Administration und Buchhaltung führte. Seit 1996 hat Esther die Lohnbuchhaltungen beider Unternehmen geführt bis sie letztes Jahr ihre Aufgaben Schritt für Schritt an ihre Schwiegertochter Alina übergab. Esther hat ihre Arbeit mit ihrer Ruhe und Zuverlässigkeit immer bestens ausgeführt.

Marc dankte seiner Mutter für ihren stetigen grossen Einsatz für die beiden Unternehmen mit einer Fotografie von ihr, einem Gutschein von ‘Swiss historic hotels’ und dem Buch ‘Kulinarische Zeitreisen’ als Einladung zu einer schönen Reise durch die Schweiz. Martin Schaub schloss sich mit einem Blumenstrauss diesem Dank an und dankte Esther für die stets ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Marc Günthardt holte nun seinen Vater Heinz auf die Bühne. Dieser ist 15-jährig von Dällikon nach Ossingen auf den neuerbauten Rosenhof gezogen. Seit 1978 war Heinz als Dachdecker im Weinland tätig. Dies zuerst noch im Anstellungsverhältnis und ab 1985 mit eigenem Geschäft. Ende 1989 hat er seine Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und 1996 sein Unternehmen an die Robert Schaub AG verkauft, dieses aber weiterhin persönlich als selbständiges Tochterunternehmen geführt.

Heinz hat dies 35 Jahre lang stets mit voller Kraft und mit einem echten Dachdecker-Herzen gemacht und gelebt. Hunderte von Häusern verdanken ihre dichten Dächer Heinz, ein paar wenige Beispiele davon wie die Thurbrücke Andelfingen, das Schloss Wyden oder die Fassaden- und Dachverkleidungen in Eternit im Esslinger Dreieck wurden den Gästen auf der Leinwand gezeigt.

Auch nebenberuflich hat sich Heinz stark engagiert – sei es als Feuerschauer für die Gebäudeversicherung oder als Kassier für den Verband Gebäudehülle Schweiz Sektion Schaffhausen und Umgebung.

Dankbar hielt Marc Günthardt fest, dass seine Eltern zur Gewährleistung einer guten Übergabe an die nächste Generation und zur Entflechtung von Geschäft und ihrem Wohnen mit Weitsicht die Gewerbeliegenschaft an der Unterdorfstrasse in Truttikon erworben und zu einem idealen neuen Geschäfts- und Geschäftsleiterwohnsitz umgebaut haben.

Marc dankte seinem Vater für seinen unermüdlichen riesigen Einsatz für das Unternehmen Heinz Günthardt AG und für seine erfahrenen Ratschläge. Er übergab ihm eine Fotografie von ihm selbst auf dem Dach im Einsatz und Martin Schaub übergab Heinz noch offiziell das rassige Elektrovelo, welches er bereits im Frühling in Betrieb nehmen durfte.

Nun bat Martin Schaub seine Mutter Monika auf die Bühne. Diese stammt ursprünglich aus Niderscherli im Kanton Bern und ist Anfang 1977 in die Robert Schaub AG eingetreten. Sie war über 35 Jahre lang für das Unternehmen tätig. Sie hat die Betriebsbuchhaltung geführt und sich vom Personalwesen bis zum Marketing um alles was anfiel gekümmert. Als Oberstufenschulpflegerin hat sich Monika auch stark für das Gemeinwohl engagiert. Auch nach ihrem ‘Rückzug’ nach Trüllikon war sie stets für das Unternehmen da und hat dieses im Hintergrund weiterhin mit etlichen Arbeiten unterstützt. Deshalb ist sie auch eher schleichend aus dem Betrieb ausgetreten und gar nie offiziell verabschiedet worden, was ihre Söhne Robert und Martin nun nachholten.

Monika hat ihre Arbeiten stets mit ihrer engagierten, zuverlässigen und umsichtigen Art ausgeführt und damit massgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen.

Martin und Robert Schaub dankten ihrer Mutter für ihren riesigen Einsatz für das Unternehmen und übergaben ihr ein Bild von ihr, das Buch ‘Kulinarische Zeitreisen’ und einen Gutschein von ‘swiss historic hotels’ für einen Aufenthalt in einem der ausgesucht schönen historischen Hotels in der Schweiz.

Nun rief Martin Schaub seinen Vater Robert auf die Bühne. Dieser stammt – natürlich – aus Andelfingen und ist nach seinen auswärtigen Ausbildungen zum Zimmermann, Säger und an der Bauschule Aarau in die Robert Schaub AG eingetreten. 1973 musste er aufgrund einer schweren Erkrankung seines Vaters kurzfristig die Leitung des Unternehmens übernehmen. Er ist heute mit rund 48 Jahren aktiver Tätigkeit der wohl definitiv unschlagbar dienstälteste Mitarbeitende des Unternehmens.

Im Jahre 1975 hat Robert Schaub sen. die Einzelfirma Schaub in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Er hat für das Unternehmen nicht einfach Aufträge eingeholt und bearbeitet, sondern auch immer wieder selbst die Initiative für kleine bis grosse Projekte (mit)ergriffen und diese damit überhaupt erst ermöglicht. Ein paar wenige Beispiele dafür sind der Bau der Altemer Brücke als gedeckte Holzbrücke, die Holzschnitzelheizung mit Nahwärmeverbund, der Bau der Minergie-Wohnsiedlung Auf Bollen oder der Bau des Aussichtturms Hochwacht in Wildensbuch. Damit hat er unser Unternehmen in vierter Generation ins 150-jährige Bestehen geführt und im Sinne einer fliessenden Übergabe an die nächste Generation auch über sein Pensionsalter hinaus weiter begleitet.

Im Laufe seiner Tätigkeit hat Robert Schaub sen. unter anderem den Neubau etlicher Betriebsbauten (Maschinenhalle, Holztrocknungsanlagen, Elementbauhalle) vorgenommen und damit das Unternehmen stark weiterentwickelt. Sein letzter grosser Infrastrukturbau war der grosse Heizungsum- und -anbau 2013, welcher mit Baujahr 1985 eine der ältesten grossen Holzschnitzelheizungen der Schweiz auf den neusten Stand der Technik brachte.

Als Präsident des Schweizerischen Zimmermeisterverbandes und als Handelsrichter hat sich Robert Schaub sen. auch ausserhalb des Betriebs stark engagiert und weitere Erfahrungen gesammelt.

Robert Schaub sen. hat alle diese Tätigkeiten immer mit Initiative und vollem Herzblut ausgeübt. Eine tadellose Ausführungsqualität und Kundenzufriedenheit haben für ihn immer zuoberst gestanden. Er hat voll und ganz für das Unternehmen gelebt.

Robert und Martin Schaub dankten ihrem Vater für seinen riesigen unermüdlichen Einsatz für das Familienunternehmen. Sie verliehen zudem der Hoffnung Ausdruck, dass er neben Ausflügen, Wandern, Schwimmen, SUP- und Velofahren noch weitere neue Tätigkeitsfelder entdecke, welche ihn in seinem neuen Lebensabschnitt ‘ohne Betrieb’ fordern und erfüllen werden.

Als grosses Dankeschön enthüllten Ida und Tim Schaub für ihren Grossvater ein ganz spezielles Geschenk mit Vorgeschichte:

Die zündende Grundidee zum Geschenk stammt aus einem Familienbrainstorming der Zimmermeisterfamilie Beck, weiterentwickelt hat die Idee Robert Schaub mit einer Fotorecherche und Martin Schaub im Skizzen- und Ideenaustausch mit dem ‘Künstler’. Der Betriebsschreiner Mike Vontobel hat den Rohling aus trockener Weinländer Eiche perfekt verleimt, Felix Beck wiederum den Schwertransport ins Berner Oberland vorgenommen, der altgediente Zimmerpolier Richard Büsser hat einen Klotzbrettersitz aus ‘Käferfichtenholz’ erstellt und Martin hat zusammen mit seiner Familie das fertige Geschenk aus Thun wieder ins Weinland transportiert. Marc Günthardt hat zum Schluss das Geschenk bis zur Übergabe gegen ‘Gwundernasen’ bei sich in der Garage versteckt und es zusammen mit Martin nach Rapperswil transportiert.

Es ist kein Computerprodukt - sondern - wie auch Robert sen. gearbeitet hat - ein handwerklich kreativ gefertigtes Werk des Leiters der Holzbildhauerschule in Brienz, Markus Flück: eine mit Motorsäge und Nachbearbeitung erstellte ‘Holzfigur’ des sitzend telefonierenden Robert Schaubs.

Robert Schaub sen. bedankte sich in einer emotionalen Ansprache bei allen Anwesenden für ihre Unterstützung, ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Margarita Zemp als langjährige ‘Wegbegleiterin’ und Marcel Schuler, der Bruder von Walter würdigten seinen Einsatz als Mensch, Unternehmensleiter und Arbeitgeber mit eindrücklichen Worten.

Überwältigt von den emotionalen Verabschiedungen improvisierte Massimo Rocchi im folgenden zweiten Teil seines Programms entgegen seinen Gewohnheiten und nahm auf gekonnte Weise vorher Gehörtes und Gefühltes spontan in seinen zweiten Auftritt auf, was mit grossem Applaus verdankt wurde.

Nach einem feinen Dessertbuffet gings spätabends mit zwei Cars von Moser Reisen zurück nach Andelfingen. Alle haben die abwechslungsreiche Weltreise genossen.

Die Robert Schaub AG und die Heinz Günthardt AG sind fit für die Zukunft und stehen weiterhin mit einem starken Team von Mitarbeitenden und den Geschäftsleitern Martin Schaub und Marc Günthardt, in der Geschäftsleitung unterstützt von Felix Beck (Abteilungsleitung Holzbau) und Robert Schaub (Finanzen/IT/Liegenschaften) für spannende neue Bauaufgaben bereit.

Kontakt

Robert Schaub AG

Bollenstrasse 7
8450 Andelfingen
Tel. 052 305 25 15
Fax 052 305 25 10
info@schaub-ag.ch

Dach und Wand

Heinz Günthardt AG

Unterdorfstrasse 11
8467 Truttikon
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Fax 052 317 40 30
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